Wie funktioniert das jetzt genau?

Viele Wege führen zum Ziel und bei der Technik gibt es gerade in letzter Zeit einige technische Neuerungen. Als erstes möchte ich ein sehr einfacher Setup beschreiben das man auch als technischer geschickter Laie realisieren kann.

Geswitches Netz

Ich verwenden überwiegend Hardware der Firma Ubiquiti die sich durch einen sehr günstigen Preis und durchdachte Hardware auszeichnet.

Nach dem der DSL Anbieter den DSL Anschluss geschaltet hat können wir den Router montieren. Hier würde ich eine Fritzbox 7170 oder 3170 empfehlen und z.B. einem DSL Router der Telekom vorziehen. Die Fritzbox kann die DSL Verbindung in der Nacht kurz trennen und verlagert so die zwangsweise Trennung in eine Zeit wo der Anschluss vermutlich wenig genutzt wird.

Optional kann man nun zu Management und Monitoring zwecken die Fritzbox noch mit einem kleinen Linux Router Verbinden.

Nun geht man mit einem Patchkabel auf das Dach und montiert zum Beispiel eine NanoBridge. Dieser Router mit integrierter Antenne wird über das Patchkabel mit Strom versorgt. Die Einspeisung läuft direkt über das mitgelieferte Netzteil. Den Router gibt es in 32 und 42 cm Spiegel Durchmesser.

Alle Router konfigurieren wir nun jeweils auf der DSL Seite (die Richtung wo der DSL Anschluss liegt) als Accesspoint und auf der anderen Seite als Client.  Ein Client kann sich immer nur zu einem Accesspoint verbinden. Ein Accesspoint kann mehrere Client Verbindungen entgegennehmen. Dadurch erhalten wir eine Baum Topologie an dessen Wurzel der DSL Anschluss liegt.

Die Router werden über ein einfaches Webinterface konfiguriert. Dabei würde ich AirMax nicht verwenden und Distance fest einstellen (bei mehreren Client auf die längste Verbindung). Mit welchem Accesspoint sich ein Client verbindet wird über die SSID festgelegt. Alle Einstellungen sollten bei Client und Accespoint gleich sein.

Die Backbone Router würde ich als 5GHz Version vorsehen. Dadurch haben wir das 2,4GHz Band für eine kabellose Unterverteilung (im Haus des Teilnehmers) frei.

An Punkten wo wir das Signal auf der einen Seite Empfangen und auf der anderen wieder abgeben wollen müssen wir zwei Router montieren. Diese werden mit einem Kabel verbunden. So kann der Eine Daten empfangen während der Andere gleichzeitig die Empfangenen Daten weiter senden kann. Die Frequenzen/Kanäle der beiden Router sollten hier so weit wie möglich auseinander liegen.

Bei einem Endabnehmer würde man nun außen am Haus wieder eine NanoBridge oder auch  Nanostation montieren. Von hier geht man mit einem Patchkabel in die Wohnung. Zur kabellosen Unterverteilung würde ich hier nun einen Logilink WLAN Router einsetzen. Dieser zeichnet sich vor allem durch seinen günstigen Preis aus. Zudem verfügt er über eine WAN Port so das man Backbone Netz und privates Hausnetz trennen kann.