Was ist Breitband?

Heise schreibt heute das zwei Drittel der Breitbandanschlüsse in den USA gar keine sind. Aber was ist ein Breitband Anschluss? In den USA gilt ein Anschluss mit mindestens 4Mbit/s Upstream und 1Mbit/s Downstream als Breitband Anschluss. Bei Wikipedia ist zu lesen das der Begriff in Deutschland nicht klar definiert ist. Angaben schwanken von 128kbit/s bis 1Mbit/s im Downstream was in jedem Fall ein Witz ist. Ein Download von 500Mbyte (z.b. ein Sicherheits Update des Betriebssystems) würde mit 128kbit/s über 8 Stunden laden. Bei 1Mbit/s sind es immer noch über 60 Minuten.

Besonders störend ist das dem Verbrauche in der Regel asynchrone Anschlüsse zu Verfügung gestellt werden. Dabei ist der Upstream (die Bandbreite mit der man senden kann) gerade so groß das man den Downstream voll aus lasten kann (Bei einem Download müssen Antworten gesendet werden ob alles richtig empfangen wurde).
Das führt dazu das man bei DSL2000 zwar 2Mbit/s Downstream aber nur einen Upstream von 128kbit/s zu Verfügung hat.

Würde man die 1Mbit/s Upstream die in den USA gelten bei uns als Berechnungsgrundlage verwende wäre Deutschland vermutlich auch ein Entwicklungsland.

Anbieter sollten verpflichtet werden ihre Angebote nicht mit dem Downstream sondern mit dem Upstream bewerben zu müssen. Aus DSL16000 würde dann DSL1000 werden. Und ein DSL 2000 Anschluss würde DSL128 heißen müssen.

Weiterhin sollten die Telcos verpflichtet werden ihre Angebote immer Bundesweit anbieten zu müssen. Wenn sie also in den Städten VDSL mit 50Mbit/s vermarkten wollen müssen sie das auch ihren Kunden auf dem Land anbieten.

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